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von den Zeiten, in denen alles Musik ist

*

Plötzlich ist er da – unser Amrumer Sommer.

Und mit ihm die Gräser, die Blumen, die Fülle

die Wärme und all das Licht.

*

*

Jeden Morgen hole ich frisches Gemüse

vom Bauern Schuldt in Norddorf*

und schleppe fast immer mehr nach Hause,

als wir essen können :-))

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Aber es ist einfach zu lecker !

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Jetzt, wo alles so schön blüht und wächst,

bin ich ziemlich mit meinen Kräutern beschäftigt….IMG_5048

und somit auch mit der Produktion von

SO VIEL Rosengelee, das es für den ganzen, langen

Winter reichen wird….sowie Cremes, Tees und Sirupen.

*

Immer noch erfasst vom Strickfieber

habe ich außerdem inzwischen ziemlich viele Socken

fertig gestellt. – So viele, das mir nun mal nach was

anderem war. Durch “Zufall” stieß ich auf ein Foto von

dieser Stickjacke:

*Und ohhhhh – da war es um mich geschehen.

 hierbei handelt es sich um den  Martina-Cardigan von

www.weareknitters.de

(Wird mit Wolle, Nadeln und Strickanleitung geliefert).

*

….genauer gesagt mit der wunderbarsten Wolle, den

tollsten Holzstricknadeln…und der einfachsten

Strickanleitung der Welt…:-)

*

Und ich bin so glücklich und stricke was

das Zeug hält. Binnen 2 Tagen ist er fast fertig.

Es fehlt nur noch ein Ärmel und der Kragen und ich

kann es kaum abwarten !!!

*

Dann war ich vor kurzem zum ersten Mal seit

einer Ewigkeit wieder in der Wittdüner Kirche, da

Nele mit ihrer Theatergruppe dort einen Auftritt hatte.

Ich liebe dieses Altarbild.

Seht Ihr die Muscheln vor der Bibel ?….❤️

Diese Kirche ist voller Kindheitserinnerungen für mich,

denn mein Vater war dort viele, viele Jahre Organist.*

Und ich habe ihn fast jeden Sonntag begleitet, um ihm

die Noten umzublättern – ein ziemlich wichtiger Job,

denn es hätte peinlich werden können für meinen Vater,

wenn ich nicht rechzeitig geblättert hätte :o Noten konnte

ich lesen, da ich einige Jahre im Flötenkreis und

Posaunenchor war.

Es war eine Zeit voller Musik sozusagen.

*

Viele, viele Sonntage saß ich mit ihm auf der Orgelbank

und blätterte, lauschte und träumte mich sehr oft durch die

großen Kirchenfenster nach draußen.

*

Und außerdem durfte ich immer die Glocke läuten – vor

und nach der Kirche, denn mein Vater musste ja noch

spielen, bis der letzte draußen war :-)

Da hängt es noch, das Seil für die Glocke.-

*

Damals war ich so klein und leicht, dass die Glocke

mich beim Aufschwung hochziehen konnte.- Das habe ich

aber nur gemacht, wenn niemand geguckt hat – ehrlich  :o

*

Mein Vater spielte auch bei uns zu Hause Orgel -

bis zum heutigen Tage steht eine Kirchenorgel

bei meinen Eltern im Wohnzimmer.

Und so bin ich allabendlich von den Orgelklängen von

Bach, Beethoven und vielen, vielen Kirchenliedern

eingeschlafen, die mein Vater geübt hat.

Es war eine Zeit voller Musik.

Wenn ich daran denke, dann kann ich bis heute

das Gefühl herbeizaubern, wie es ist, nach einem

langen Amrum-Sommer-draußen-Tag

*

frisch geduscht in das herrliche Bett zu krabbeln,

draußen die Austernfischer und Wattvögel zu

hören, und aus dem Wohnzimmer diese Musik.

Manche Erinnerungen leuchten weiter als

der Papa leuchten kann.

*

Sie sind so groß, dass sie mitkommen

 ein Leben lang

und immer präsent und abrufbar sind.

Einen Teil ihres Glanzes

findet man

in jedem neuen Sommer.

*

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