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Meeresliebe

Das kleine, bezaubernde Bullerbü-Nebel am letzten Wochenende

(an dem es aus den Wolken weinte, dass alles nur so triefte :o ).

Manchmal, wenn ich so aus dem Hotel Friedrichs über die

süßen Dächer von Nebel schaue, erscheint mir diese kleine

Welt so unwirklich, magisch und klitzeklein, als würde ich

gerade ein Märchenbuch ansehen.-

Wie gut, dass ich jeden Tag das Meer sehe. Auch, wenn nur

von weitem durch das geöffnete Fenster des Hotels, oder

aus dem Auto auf dem Weg nach Norddorf in den Laden.-

Das Meer gehört zu mir dazu wie das Ein- und Ausatmen.

Ich mag seine eigenwillige Farbe, Ebbe und Flut, den Geruch,

der hereinkommt, wenn ich hoch oben über den Dächern Nebels

die Zimmer des Hotels lüfte….es gibt nicht viel, das für immer ist…-

…aber wenn man von der  Meeresliebe erfasst wurde,

dann schwappt sie das ganze Leben hindurch in einem drin.

Sie macht, dass man viel aushält, viel erträgt, viel riskiert

und noch mehr tut – nur um auf einer kleinen Insel

mitten im Meer leben zu können. Sie macht, dass man

starke Wurzeln hat, Familie und besondere Freunde -

ein Geflecht, das zusammen jedem Orkan standhalten kann.-

Wenn ich das Meer sehe, den Horizont vor Augen habe -

zufällig irgendwann unterm Tag – bin ich jedesmal tief

beruhigt. Ich weiß ganz sicher – ich bin weiter als die

Wolken ziehen können, ein Teil des großen Planes,

ein Kapitel des großen Buches, Teil der Winde und Ströme

und der Zeit, und dass es kein Richtig gibt oder Falsch,

kein Gestern oder Morgen…kein “hätte”, “müsste”, “sollte”

….wenn man seinen Verstand leert und den Geist auffüllt

mit der Essenz des Meeres:

ohne Form und Prägung, fließend, klar und frei.

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