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Wir

Es war wie ein langes, schönes, großes WIR, der Abend

des Klassentreffens. WIR von damals. WIR, die wir heute hier

stehen, und schon ein wenig von den großen Stürmen des Lebens

mitbekommen haben…

Was ist aus uns geworden? Was ist aus dem geworden, was wir

damals in uns trugen, und aus der Schulzeit mitnahmen?

Da gab es eine, die übte schon damals die Unterschrift als zukünftige

Ehefrau desjenigen, in den sie damals verliebt war. Sie heiratete ihn….

ist noch heute mit ihm verheiratet, und sie haben 2 Kinder.-

Da war einer, der hatte damals den Mut, unserem Kunstlehrer seinen

Berufswunsch zu offenbaren: “Architekt möchte ich werden !”

Ich weiß noch, wie unser Kunstlehrer, den wir im letzten Jahr in

Architektur hatten, das abfällig lächelnd zur Kenntnis nahm.

Derjenige ist Architekt geworden.

 Da war einer, der war ein Überflieger. Er diskutierte Kuven,

Logarythmen, löste alle Wurzelgleichungen und schrieb fast

nie eine Klausur unter 13 Punkten. “Arzt” tippten wir damals.

Er wurde tatsächlich Anästhesist.

Das wichtigste aber:  Die allermeisten waren glücklich. Zufrieden.

Eigentlich hatten sich auch alle ihre Berufswünsche erfüllt.

….und die, die man neben dem Berufsleben noch hat :-))

Was mich erstaunt hat war, daß es so nett war. Ich hatte erwartet,

daß sich nach dem obligatorischen Essen alle verabschieden

würden – stattdessen zogen wir in fast geschlossener Gruppe

 noch weiter in den “Heimathafen” und später noch über den

Wyker Jahrmarkt :o

Ja – wir sind alle ein Stück älter geworden. Wir tragen auch alle

mehr Verantwortung als zu dem Zeitpunkt, als wir

auseinandergingen…- Aber die Essenz – das Wesen das man im

tiefsten Innersten ist, und das man zu dem Zeitpunkt  zwischen

16 und 20 Jahren noch mit weitoffenem, unverletztem Herzen

nach außen trug und lebte – das Wesen bleibt immer gleich.-

So war es dieselbe Dynamik, dasselbe Chaos & dasselbe

Lachen….einen herrlichen Abend lang – genauso

wie vor 20 Jahren :-))

1 Kommentare

  1. susanne schreibt:

    liebe christiane,

    wie ich sehe, bist du nicht mit dem sturm weg geweht…;-))))
    ist es nicht schön, wenn man das, was du erlebt hast beidiesem treffen, sagen kann?
    das sich das innerste, das wir in uns trage, geblieben ist, wir uns nicht vebiegen lassen…. natürlich lernen wir immer dazu und aus unseren fehlern. aber das muss so sein. leider schaffen es viele nicht, sich treu zu bleiben, weil sie einem gewissen bild entsprechen möchten.
    wie reich sind die, die sich treu bleiben.
    weiter alles gute für deine reise…

    lg aus dem stürmischen westfalen

    susanne

    29. Oktober 2013 @ 11:36

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